Stadtuhrmacher

Autor: Uhrmachermeister Karl Müller, München

Der städtische Uhrenmeister
gehörten zu den halbamtlichen, freiberuflichen städtischen Handwerkern. Die ersten Nennungen Münchener Uhrmacher sind:

1371 Waltherus Faber, genannt Walter der Schmied. Er betreute die Stadtuhr von 1377 – 1381 und bekam dafür ein Quartembergeld von 3 Goldgulden.

1371 arbeitete ein Nürnberger Uhremeister an der „Horglocken“

1406 fertigte der von auswärts zugewanderte Meister Heinrich eine neue Uhr für den Petersturm.

1410 erhielt der Schmied und Uhrenmeister Ulrich Velnhamer den Auftrag „umb ein swertzu einer vedern zu der orgloken“ anzufertigen.

1424 Uhrenmeister Lufft wurde zum Stadtuhrmacher bestellt. Außerdem wurde er noch unter den Berufen Wundarzt und „Salczwurch“ (Pflanzenmacher) geführt.

1474 Von Ormeister Andre wurde eine Reparatur an der Uhr im Petersturm lt. Stadtkammerrechnung beschrieben.

1480 stellte der städtische Uhrenmeister zur Ergänzung der Petersturmuhr eine nachschlagende Uhr her. In der Eidesformel der Türmer fand sich der Satz: „Auch die nachhor treulich warten und slahen“.

1490
war der Stadt-Uhrenmeister Hand Pallinger, Hauffingerstr. 84 erwähnt.

1519 – 1546 waren die Stadtuhrmacher Jörg Stör, Jörg Klain und Christoph Stern tätig.

17. Jahrhundert Balthazar Knab, genannt Kästhoißl, Melchior Sturmb

18. Jahrhundert Michael Mayr, Johnan Georg Ploniger, Georg Melchior Chur - war auch Hofuhrmacher, Johann Martin Arzt - war auch Hofuhrmacher, sowie sein Schwiegersohn und Nachfolger Georg Zeitz

14.12.1818 bestätigte der Magistrat der Stadt, daß der Stadtuhrmacher Georg Zeitz 40 Jahre zur besten Zufriedenheit gearbeitet hatte. Der Schwiegersohn von Sebastian Kranz, bürgerlicher Groß- und Kleinuhrmacher, war seit 1818 auch Stadtuhrmacher.

1841 erfolgte der Einbau einer neuen Turmuhr für die Frauenkirche durch Johann Georg Mannhardt.

1862 gründete Heinrich Neher, früher Werkmeister bei J.G.Mannhardt, seine eigene Turmuhrenfabrik


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