Mitteilungen Ihrer Innung

Donnerstag, 23. November 2017 - 18:43 Uhr
Uhrmacherinnung goes IHM


vom 7. bis 13. März 2018 findet die Internationale Handwerksmesse am Messegelände der Messe München in München Riem wieder unter Beteiligung der Uhrmacherinnung für München & Oberbayern statt. Besuchen Sie uns am Stand der Uhrmacherinnung in der Halle B1. Der Stand mit der größten Uhr auf der Messe!

Peter Hauser
stellv. Obermeister und Webmaster

Samstag, 28. Oktober 2017 - 15:32 Uhr
Gesellenfreisprechungsfeier im Uhrmacherhandwerk 2017

Bild und Text: Reinhold Rückl, Geschäftsführer der Handwerkskammer Unterfranken.


Die Freisprechungsfeier der Uhrmacher für 12 junge Gesellinnen und Gesellen aus Bayern, Hessen und Rheinland-Pfalz fand dieses Jahr am 16.09.2017 im Großen Saal der Handwerkskammer für Unterfranken in Würzburg statt.

Joachim Zorn, Obermeister der der gastgebenden Uhrmacherinnung Unterfranken, begrüßte alle anwesenden Gäste insbesondere die freizusprechenden Gesellinnen und Gesellen und verwies zugleich frei nach Goethe: „Man feiere nur was glücklich vollendet ist“.
Uhrmacher sind die berühmte Stecknadel im Heuhaufen, einen zu finden grenzt bereits an ein Wunder. Nicht umsonst denkt man bereits darüber nach, diesen Beruf zum immateriellen Weltkulturerbe der UNESCO zu machen. Wenn ihr mit Leistungsbereitschaft und Engagement euren beruflichen Weg weitergeht, könnt ihr sehr erfolgreich werden. Bildung ist ein wertvoller Besitz. Sogleich folgte die Aufforderung nicht stehen zubleiben sondern sich konsequent weiterzubilden und die Qualifikation zum Meister anzustreben, damit letztlich auch die Innungsarbeit auf eine breite Basis gestellt ist. Besonders erwähnenswert sei durchaus, dass die Freisprechungsfeier auch von den jungen Gesellinnen und Gesellen selbst gewünscht wird. Obermeister Zorn dankte allen, die zum Gelingen des Gesellenabschlusses beigetragen haben. Abschließend überbrachte die besten Grüße des Vorsitzenden der Stiftung zur Nachwuchsförderung im Uhrmacherhandwerk Herr Oliver Belik, der krankheitsbedingt seine Teilnahme absagen musste.

Der Leiter des Städtischen Berufsbildungszentrum I, Herr Uwe Tutschku, stellte fest: Handwerker sind so wertvoll wie Wasser in der Wüste. Er verwies auf die Chancen der jungen Leute, mit einem Ausbildungsberuf die Zukunft zu gestalten. Lebenslanges Lernen ist der Schlüssel zum beruflichen Erfolg und Weiterbildung ist wichtiger denn je, auch der technischen Entwicklung wegen. Er dankte den Ausbildungsbetrieben und hob das Zusammenwirken von Berufsethos und ehrenamtlichen Engagement im Handwerk hervor. Aristoteles sagte: „Wir können den Wind nicht ändern, aber die Segel anders setzen.“ Damit gab er den Absolventinnen und Absolventen den Rat ihre Segel stets so zu setzen, dass sie die richtige Richtung und den gewünschten Erfolg ergeben.

Der Präsident der Handwerkskammer für Unterfranken Herr Walter Heußlein stellte in seiner Festrede fest, dass die Uhr für nicht wenige Menschen ein wunderschönes Liebhaberobjekt ist, für die meisten von uns aber – der unverzichtbare Zeitgestalter des Alltags. Sie bestimmt unseren Tagesablauf und gibt den Takt vor. Sie haben sich einen wunderbaren und sehr anspruchsvollen Handwerksberuf ausgesucht, haben nun ihr erstes großes berufliches Ziel erreicht und erhalten heute den verdienten Preis – den Gesellenbrief. Auch Herr Heußlein richtete den Appell an die Absolventinnen und Absolventen, sich neuen Aufgaben mit Fortbildung und Qualifikation zu stellen. Der Fachkräftemangel sei für viele Betriebe zum „Geschäftsrisiko Nummer eins“ geworden. Trauen sie sich deshalb etwas zu, qualifizieren sie sich weiter, es wird sich lohnen. Er dankte den Ausbildungsbetrieben, den Fachlehrern, den Eltern, denn hinter einem Einzelerfolg steckt oft eine Mannschaft. Er dankte allen Unterstützern und allen die die Daumen gedrückt haben. Machen sie mit, werben sie für das Handwerk. Unser großer Wettbewerbsvorteil heißt Qualität und Kundennähe. Bleiben Sie neugierig, bleiben sie offen für neue Entwicklungen und geben sie ihr Wissen weiter. Herr Heußlein schloss verbunden mit den besten Wünschen für eine erfolgreiche Zukunft mit Albert Einstein, der sagte: „Das Wichtigste im Leben ist nicht aufzuhören, Fragen zu stellen“.

Der Vorsitzenden des Prüfungsausschusses Herr Klaus Imhof, sprach die neuen Gesellinnen und Gesellen nach alter Väter Sitte von allen Rechten und Pflichten frei. Er erinnerte an die Tugenden des Handwerks, die durch die 7 aufgestellten Kerzen symbolisiert werden: Treue, Fleiß, das berufliche Können, Aufgeschlossenheit, Standhaftigkeit, Ehrlichkeit und Freiheit gelten für das Uhrmacherhandwerk ein Leben lang. Im Anschluss wurden die Abschlusszeugnisse überreicht.

Als Vertreter der jungen Gesellinnen und Gesellen ergriff Herr Roberto Russo das Wort. Er bedankte sich mit geschliffenen Worten bei den Lehrern und Ausbildern mit liebevoll ausgesuchten Geschenken und meinte, dass man sich gerne an die gemeinsamen Abende in Würzburg erinnert wird. Moritz Hofbeck schloss das „Wort des Lehrlings“ mit einigen - nahezu philosophischen – Gedanken über die Zeit ab.

Mit dem Schlusswort zeigte sich Herr Obermeister Zorn überaus erfreut über das Abschneiden der unterfränkischen Teilnehmer und bedankte sich beim Duo Clarino für die musikalische Umrahmung der Freisprechungsfeier.

Beim anschließenden Imbiss gab es reichlich Gelegenheit, Erinnerungen auszutauschen und das ein oder andere zukunftsweisende Gespräch zu führen.


Dienstag, 11. Juli 2017 - 09:18 Uhr
Gib dem Nachwuchs eine Chance

Liebe Mitglieder, verehrte Kolleginnen und Kollegen, sowie Nicht-Mitglieder,

dies ist ein dringender Aufruf an Sie: Bitte melden Sie Ihre freien Ausbildungsplätze dringen an Herrn Prof. Oliver Belik oder unsere Geschäftsstelle. Herr Belik hat derzeit mehrere ausbildungswillige Bewerber aus ganz Oberbayern. Sollen Sie die Möglichkeit haben einen Uhrmacher auszubilden tun Sie dies auch in Ihrem eigenen Interesse. Frei nach dem Motto: "Bilde deinen Nachfolger sebst aus" können Sie schon heute für das Weiterbestehen Ihres Geschäftes sorgen, wenn Sie in fünf oder zehn Jahren in Ihren wohlverdienten Ruhestand gehen.


Peter Hauser
stellv. Obermeister und Webmaster

Sonntag, 25. Juni 2017 - 18:00 Uhr
Eilmeldung - Eilmeldung - Eilmeldung

Verehrte Kolleginnen und Kollegen,

leider muß die für Montag, den 26.06.2017 angesetzte Jahreshauptversammlung der Uhrmacherinnung für München und Oberbayern wegen akuter Erkrankung des Obermeisters verschoben werden.
Den Ersatztermin erfahren Sie in einer persönlichen E-Mail der Geschäftsstelle.

Peter Hauser
stellv. Obermeister und Webmaster


Freitag, 9. Juni 2017 - 15:39 Uhr
Bericht zur Obermeistertagung des ZV für Uhren, Schmuck und Zeitmesstechnik

Am Samstag den 13. und Sonntag, den 14, Mai 2017 fand die Tagung „Obermeister Arbeitsgemeinschaft“ in Coburg statt.

Ich war in Vertretung unseres Obermeisters Herr Prof. Oliver Belik auf dieser Veranstaltung.
Ein straffes Programm erwartete die Teilnehmer. Wie in der Tagesordnung festgeschrieben begrüßte der Präsident des Zentralverbandes Herr Ernst Gottlieb die Teilnehmer.

Vorteile der Mitgliedschaft – Mitgliederentwicklung
In seinem Bericht, in dem er auf die Mitgliederentwicklung verwies, bewertete er die Situation aus seiner Sicht trotz einer anhaltenden Welle von Geschäftsschließungen aus Altersgründen, mit nur zwei Mitglieder weniger als 2016 durchaus als positiv. Dies zeigt doch, daß die Mitgliedschaft der in der Innung und damit die Mitgliedschaft im ZV für viele Betriebe ein erstrebenswertes Ziel sei. Die Vorteile einer Mitgliedschaft und die damit verbundenen geldwerten Vorteile bei Versicherungsbeiträgen der Mannheimer Versicherung AG, sowie die Vorteile bei der Belieferung mit Ersatzteilen bei vielen Herstellern übertreffen bei weitem die Kosten der Mitgliedschaft in der Uhrmacherinnung.

Zertifizierung
Weiter informierte Herr Ernst Gottlieb die Teilnehmer über den Stand der Zertifizierung, die allgemein gute Akzeptanz bei den Herstellern sowie über die steigende Bedeutung der Zertifizierung bei den Endverbrauchern. Ebenfalls konnte der Präsident über vorsichtig erfreuliche Fortschritte bei Verhandlungen mit weiteren Uhrenmarken berichten. Da eine große Schweizer Marke mit einem 80% Anteil an einen britischen Inverstoren verkauft wurde, hegt Herr Gottlieb gute Hoffnung auch hier einen neuen Ansatz für Verhandlungen zu finden.

Anforderungen an Kassensysteme seit dem 01.01.2017
Der Geschäftsführer des Zentralverbandes, Herr Horst Eberhardt hielt ein überaus wichtiges Referat über die Anforderungen an Kassensystemen seit dem 01.01.2017. Herr Eberhardt verwies auf die Wichtigkeit, daß Ihr Kassensystem die neuen Anforderungen erfüllt. Diese sind unter anderem, daß Ihr Kassensystem die Kassenvorgänge lückenlos belegen kann, jeder Geldfluss vom Eingang in die Kassen bis zur Einzahlung auf Ihrem Konto genauestens nachvollziehbar ist. Sollten Sie noch eine offene Kasse betreiben, so ist dies lt. Geschäftsführer Eberhardt auch in Zukunft möglich. Jedoch ist der Aufwand für eine offene Kasse sehr hoch. So müssen Sie zu jedem (täglich) Kassenabschluss Ihr Geld bis zum letzten Cent zählen und in elektronischer Form protokollfähig und ohne die Möglichkeit einer nachträglichen Manipulation speichern. Analog dazu muß Ihr elektronisches Kassensystem die gleichen strengen Anforderungen erfüllen. Sollte Ihr Kassensystem diese Anforderungen nicht erfüllen, besteht dringender Handlungsbedarf. Sie müssen in dieser Sache mit vermehrten Kontrollen Ihres zuständigen Finanzamts rechnen. Bei Nichteinhaltung der Anforderungen können Sie mit hohen Geldstrafen belegt werden. Zu diesem und weiteren interessanten Themen finden Sie hier einen Beitrag des ZV: www.zv-uhren.de

Höherstufung des Handwerksberufes der Uhrmacher von Anlage B1 nach A der HWO
Hier gab es Bemühungen des ZV, die jedoch vorerst als nicht zufriedenstellen zu bezeichnen sind. Die Vorstandschaft des ZV verfasste ein Schreiben an den Unternehmensverband Deutsches Handwerk e.V. mit dem Ziel den Uhrmachermeister als Zulassungsvoraussetzung zum Führen eine Werkstatt und als Ausbildungsberechtigung festzuschreiben. In diesem Schreiben wurde der UDH gebeten den Antrag auf Höherstufung zu unterstützen. Das Präsidium hat ebenfalls angeboten in der Arbeitsgruppe zur Novellierung der HWO aktiv mitzuwirken.
Die Antwort des UDH kann jedoch als mehr unbefriedigend bezeichnet werde. In dem Antwortschreiben heißt es wörtlich: "die Beschlussfassung des CDU-Parteitages, die Rückführung zulassungsfreier Handwerke in die Anlage A verfassungs- und europarechtlich zu prüfen, ist nur eines der politischen Signale, zu denen sich das Handwerk positionieren muß." Und weiter: "Sorgen bereitet uns aktuell das von der Europäischen Kommission auf den Weg gebrachte sog. Dienstleistungspaket, mit dem reglementierte Berufe einmal mehr grundsätzlich in Frage gestellt werden. …"
So können wir nur hoffen, daß auch die Europäische Kommission, sowie auch die politisch Verantwortlichen in unserer eigenen Regierung eines Tages erkennen, daß die wirtschaftliche Entwicklung und Gleichstellung in Europa nicht nur mit Downgrades hochqualifizierter Berufe sondern auch mit Upgrades weniger qualifizierter erreicht werden kann.

VALIKOM
Daß Upgrades weniger qualifizierter Berufe in anderen Ländern jedoch in naher Zukunft nicht kommen werden zeigt die neueste Entwicklung. Die Europäische Kommission hat das VALIKOM Verfahren beschlossen, welches nun versuchsweise bei den HWKs für einige ausgewählte Berufe eingeführt wird.
Im Falle des Uhrmacherhandwerks hat die HWK München den Zuschlag erhalten. Hier soll nun mit Hilfe unserer Innung eine Prüfungskommission gebildet werden bei der Interessenten Ihre Fähigkeiten in Teilbereichen des Berufes nachweisen können. Diese Prüfung soll die Kenntnisse der Aspiranten in diversen Teilbereichen nachweisen. Diese Prüfung kann und soll keine der Gesellenprüfung gleichwertige Ersatzprüfung sein. Hier können einzelne Tätigkeitbereiche abgeprüft werden. Z.B. wie funktioniert ein korrekt ausgeführter Batterieersatz, was ist bei der Warenannahme zu berücksichtigen, … Es ist wohl eher eine Bescheinigung über qualifizierte Hilfsarbeiten. Es soll helfen ausländischen als auch Deutschen Arbeitnehmern, welche über Jahre im Beruf gearbeitet haben aber keine in Deutschland anerkannte Berufsausbildungsabschluss besitzen die Möglichkeit geben Ihre Qualifizierung nachzuweisen.
Für unsere Innung haben die Herren, Obermeister Prof. Oliver Belik, stellv. Obermeister Peter Hauser und Vorstandsmitglied Kurth Strehlow an einer Qualifikationsmaßnahme der HWK München teilgenommen und werden den Prüfungsausschuss stellen.

Serviceheft
Herr Albert Fischer, Vizepräsident des ZV und designierter Nachfolger Herrn Gottliebs, stellte ein von Ihm entwickeltes Serviceheft vor. Dieses Serviceheft halte ich für ein hervorragendes Instrument zur Kundenbindung. Bei diesem Heft, welches im A6 Format gedacht ist, haben Sie reichliche Möglichkeiten zur Individualisierung. Auf der ersten Seite können Sie Ihr Geschäftslogo integrieren. Die zweite Seite trägt, abhängig ob sie zertifiziert sind, das Logo "qualitätsbewusster und serviceorientierter Fachbetrieb des Uhrmacherhandwerks". Die dritte Seite beinhaltet ein qualitativ hochwertiges Vorwort. Ab der vierten Seite geht es dann um die Uhr. Unter Punkt 2 steht eine Beschreibung mit Marke, Model, Ref.-, Seriennummer, u.v.m. Der Punkt 3 behandelt die Prüfung der Wasserdichtheit. Hier gibt es auf mehreren Seiten die Möglichkeit die Prüfungen mit Ergebnis zu dokumentieren. Der Punkt 4 bietet ebenfalls auf mehreren Seiten die Gelegenheit Teilservicearbeiten zu belegen. Punkt 5 behandelt den Komplettservice einer Uhr mit ebenfalls genügend Ram für Eintragungen. Im Anhang finden Sie neben den „Allgemeinen Informationen“ ebenfalls Tipps zur Handhabung und Pflege. Allgemeine Hinweise zur Wasserdichtheit, Kondensation, Pflege- und Trageregeln, Magnetismus, Auswirkungen des Magnetismus auf die Uhr, sowie Verhinderung und Beseitigung von Magnetismus bei Uhren. Zu guter Letzt folgt noch ein kleiner Abriss über die Leistung einer mechanischen Armbanduhr.
Genauere Informationen und ein zum Download bereitgestelltes PDF finden sie
hier: www.zv-uhren.de

Peter Hauser
Stellv. Obermeister der Uhrmacherinnung für München und Oberbayern



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